Als Union Europäisch-Türkischer Demokraten verfolgen wir nicht nur Vorkommnisse im europäischen Territorium, sondern ebenfalls Geschehnisse in unserem Heimatland. Ein ganz bestimmter Vorfall hat sowohl bei den innerhalb als auch außerhalb der Türkei lebenden Staatsbürgern eine hiesige Debatte ausgelöst. Hierbei geht es um die Türkische Architektenkammer und Ihre Vorsitzende der Geschäftsstelle Ankara, Frau Tezcan Karakus Candan. Die Geschäftsstellenleitern des Standorts Ankara fällt anhand Ihrer medialen Vorpreschung gegenüber staatlichen Institutionen mit unzumutbaren Behauptungen, nicht zu letzt gegen das Präsidialamt, auf. Ihre letzten Behauptungen jedoch haben den Realitäts- und Unbefangenheitsrahmen deutlich gesprengt und den Großteil des Volkes gegenüber der Neutralität und Ehrlichkeit der Architektenkammer misstrauisch gemacht.


Quelle: Haberler.com (Präsident der Rep. Türkei, Recep Tayyip Erdogan, mit dem Präsident für Religionsangelegenheiten, Herrn Mehmet Görmez, und bedeutsamen Religionsgelehrten am Mahltisch (Fastenbrechen im Ramadan)

Es handelt sich genau um dieses Bild, wo sich die Vorsitzende der Architektenkammer aus Ankara dafür verantwortlich gefühlt hat, um die Ausgaben für dieses Mahl zu ermitteln und eine mediale Sensation zu bewirken. Dass diese Art von Mahlzeiten während des Ramadans im Präsidialamt seit Jahrzehnten klassisch sind, ist durchaus bekannt. Niemand jedoch hat damit gerechnet, dass die Vorsitzende der Architektenkammer eine Kostenrechnung aufstellen würde, welche alles andere als böse ist, sodass sich das Präsidialamt schämenderweise dafür verantwortlich gefühlt hat, um die wahren Kosten mit der Presse zu teilen.
In der untenstehenden Tabelle möchten wir Ihnen den Unterschied aufzeigen, zwischen den Werten, die eine Vorsitzende einer Architektenkammer "ermittelt" hat und den Werten, die per Rechnungen durch das Präsidialamt präsentiert wurden:

 

TMMOB
Architektenkammer

Türk. Präsidialamt

Differenz
in %

Rundtisch

        240.000 TL
   (ca. 80.000 €)

       4.600 TL
(ca. 1.500 €)

- 98%

Stühle

        435.000 TL
 (ca. 145.000 €)

              0 TL 

(Verbleib aus der Präsidialzeit von Herr Gül)

-100 %

Dekor und
sonstiges Tischzubehör

          66.500 TL
  (ca.  22.200 €)

               0 TL 

(Verbleib aus der Präsidialzeit von Herr Gül)

-100%

Catering Gebühren

        272.600 TL
  (ca.  91.000 €)

(mit vorhandenem Personal und vorhandener Küche erledigt)

-100%

Verpflegungs-
gebühren

            2.320 TL
        (ca. 800 €)

         3.390 TL
  (ca.  1.130 €)

  (kişi başı 30 TL)
  (pro Kopf 10 €)

+46%

= GESAMT

1.017.420 TL
(ca. 340.000 €)

     7.990 TL
 (ca. 2.700 €)

-99%



Solch eine Behauptung hat den Großteil des türkischstämmigen Volkes sowohl in der Türkei als auch im Ausland erheblich aufgebracht. Keine Prognose einer "Architektenkammer" sollte eine "Abweichungsrate" von über 99% haben dürfen. Da der Großteil des Volkes und unser Verein ebenfalls an keine Gutmütigkeit bei dieser "Begutachtung" glaubt, haben wir aufgrund der Aufgebrachtheit des Volkes einen Brief an den Generalvorsitzenden der Architektenkammer Herrn Eyüp Muhcu geschrieben und unsere Belange insbesondere der im Ausland lebenden Türken bezüglich dieses Themas unverfehlbar zu Worte gebracht. Da Frau Karakus Candan ständig mit solchen manipulativen Berichten in den Medien auffällig wird und sich zuletzt dermaßen "verzockt" hat, so dass viele NGO's und Vereine erbost darüber sind, haben wir versucht, Herrn Muhcu aufzuzeigen, was für ein unverantwortungsvolles Verhalten hinter solch einer manipulativen Berichterstattung an die Presse steckt und dass unser Volk die gereizte Spannung von den kürzlichen Generalwahlen noch nicht vollständig verdaut hat.

Wir fordern jegliche Institutionen und Kammerschaften, wie die Architektenkammer, in der Türkei auf, für den Volksfrieden zu sorgen und sich weitestgehend aus der Politik herauszuhalten, falls dabei solch dermaßen unrealistischen und betrügerischen Beiträge zustande kommen sollten. Es sollte beschämend genug sein, dass die höchste Instanz in einem Lande in eine dermaßen peinliche Situation versetzt wird, in der es die Kosten für ein bestimmtes Mahl offenlegen muss, nur um solchen Hetznachrichten die Absicht nehmen zu können.